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Einkaufsratgeber Büro

Richtlinien zur Arbeitsplatzausstattung

Haben Ihre Bildschirmplätze die richtige Arbeitshöhe? Ist die Arbeitsfläche groß genug? Sind die Oberflächen frei von störenden Reflexen? Bieten die Tische ausreichend Beinfreiheit? Lernen Sie das Einmaleins der Arbeitsplatzausstattung kennen und erfahren Sie, wie Sie gesünder und effektiver arbeiten.

Moderne Büroeinrichtungen gewährleisten Gesundheitsschutz

Die Gesundheit zu schützen, liegt nicht nur im Interesse eines jeden Einzelnen. Es ist auch für Unternehmen ein wichtiges Anliegen, verursachen doch Krankheiten bzw. daraus resultierende Ausfallzeiten hohe betriebswirtschaftliche Kosten. Laut dem Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK-Bundesverband) lagen 2017 die Ausfallzeiten je Mitglied bei durchschnittlich 17,2 Arbeitstagen.

Etwa ein Viertel (21,8 %) aller Ausfallzeiten steht im Zusammenhang mit Muskel- und Skeletterkrankungen, typisch für das Büro. Diese Zahlen belegen, dass Gesundheitsschutz gerade im Büro zwingend erforderlich ist. Eine durchdachter, unter ergonomischen Gesichtspunkten gestalteter Arbeitsplatz- und Raumplan hilft, die Mitarbeiter zu entlasten. Die Regelwerke zur Arbeitsplatzgestaltung im Büro sind dafür ein guter Ausgangspunkt.

Richtlinien zur Arbeitsplatzausstattung wt$

Hier einige wichtige Beispiele:

  • Sitzen in statischen Körperhaltungen belastet Muskulatur und Wirbelsäule. Ergonomisch gut gestaltete Arbeitsstühle fördern das "dynamische Sitzverhalten" und verhindern schwerwiegende Folgen für Gesundheit und Arbeitsqualität.
  • Falsche Arbeitshöhen führen zu verkrampften Körperhaltungen. Höhenvariable Arbeitsplätze bieten eine optimale Sitzhaltung.
  • Bewegungsarmut beeinträchtigt die körperliche und geistige Dynamik; sie reduziert Muskelaktivität und Blutzirkulation und beschränkt die Elastizität der Bandscheiben. Bewegungsfördernde Arbeitsplätze beugen Krankheits- und Krankheitsfolgekosten vor. Dazu gehören auch ausreichende Bewegungsflächen, sowohl am Arbeitsplatz als auch im ganzen Raum.
  • Direkt- und Reflexblendungen bei der Bildschirmarbeit gefährden die Sehkraft des Menschen. Eine blendfreie Aufstellung der Bildschirme ist daher zwingend vorgeschrieben.
  • Eine nicht ausreichende oder falsche Raumbeleuchtung hat ähnliche Folgen. Sie ist auf die Aufgabe und Arbeitsplatz-Anordnung abzustimmen.
  • Visuelle und akustische Störungen beeinträchtigen die Konzentration und sind „vorprogrammierte” Fehlerquellen. Akustisch wirksame Wandsysteme bringen auch größeren Räumen Ruhe.
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Durchdachte Büro-Einrichtungen bieten viele Chancen zur Erhaltung und Förderung der Leistungskraft. Sie gewährleisten vorbeugenden Gesundheitsschutz, unterstützen Motivation und Engagement der Mitarbeiter und reduzieren Krankheits- und Krankheitsfolgekosten.

Wie Arbeitsplätze aussehen müssen, bestimmen die Bildschirmarbeitsverordnung (BildschirmarbV) und andere relevante Regelwerke, die arbeitswissenschaftliche und bürofachliche Erkenntnisse beinhalten.

Wichtige Regeln zur Gestaltung des Arbeitsplatzes

Unterstützen - nicht behindern

  • Die verbindlich vorgeschriebene Arbeitsfläche beträgt 1,28 m²:
  • Einflächen-Arbeitsplätze = 1600 mm breit x (an jeder Stelle) 800 mm tief.
  • Kombinationen insgesamt 1,28 m², (an jeder Stelle) 800 mm tief.
  • Ausnahme: Arbeitsplätze mit geringem Arbeitsflächenbedarf dürfen bis auf 1200 mm Breite reduziert werden.
  • Arbeitshöhe ist nicht gleich Tischhöhe. Die individuelle Arbeitshöhe orientiert sich am Menschen.
  • Die maximale Arbeitshöhe sollte 750 mm nicht überschreiten.
  • Höhenvariable Arbeitsplätze müssen einen Verstellbereich von mindestens 680 bis 760 mm aufweisen.
  • Die Arbeitshöhe für manuelle und Bildschirmtätigkeiten muss gleich sein, der Höhenunterschied ist durch Absenkung der Arbeitsfläche nach unten auszugleichen.

Bewegung ja, Gefährdung nein!

Freie Bewegungsfläche am persönlichen Arbeitsplatz sollte mindestens 1,5 m² betragen und an keiner Stelle weniger als 1 m breit und 1 m tief sein. Es sollte keine Überlagerung durch andere Flächen entstehen. Der Zugang zum persönlichen Arbeitsplatz sowie der Funktionsflächen der Möbel des eigenen Arbeitsplatzes stellt eine Ausnahme dar, wenn keine Scher-, Quetsch- oder Stoßstellen entstehen.

Freiheit für die Beine - Freiheit für Bewegung

Der freie, unverstellte Beinraum am Arbeitsplatz muss mindestens 600 mm breit und 650 mm (besser 690 mm) hoch sein. Arbeitsplätze und Raum sollten für den permanenten Haltungswechsel gestaltet sein - für Sitzen, Stehen und Bewegen.

Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze

Arbeitsplatztyp nach der Tätigkeit auswählen

  • für reine Bildschirmarbeit - Einflächen-Arbeitsplätze
  • für Mischarbeit - Einflächen- oder Mehrflächen-Arbeitsplätze


Arbeitsplätze nach der Tätigkeit abwinkeln:

  • systemorientierte Tätigkeit - 90 ° oder 45 ° optimal, maschinelle Arbeitsfläche gegenüber der manuellen abgesenkt
  • belegorientierte Tätigkeit - 30 ° und 60 ° in Ordnung, 45 ° optimal, beide Arbeitsflächen in derselben Höhe

Immer auf idealer Höhe
Erste Zeile auf dem Bildschirm maximal in Augenhöhe.

Keine Chance für Blendungen
Direkt- und/oder Reflexblendungen vermeiden: hinter dem Bildschirm sowie im Rücken des Benutzers kein Fenster und keine helle oder beleuchtete Fläche. Leuchtdichten-Kontraste im richtigen Verhältnis. Blickrichtung des Benutzers parallel zur Fensterfront.

Erkennen statt erraten

Umgebungshelligkeit regulieren: Die verstellbare Lichtschutzanlage ist zwingend vorgeschrieben. Bildschirm möglichst in der Raumtiefe, zur Mitte des Raumes hin aufstellen. .

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