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Einkaufsratgeber Transport

Ratgeber: Räder und Rollen online kaufen

Das Rad ist vielleicht DIE wichtigste Erfindung der Menschheit. Was würden wir nur ohne es machen? Heute finden sich Räder und Rollen in jedem Betrieb, an Containern, Schränken und Wagen. Wir sind mit den runden Helfern vertraut – dennoch geht beim Einkauf häufig etwas schief. Die Rollen halten dem Gewicht des Behälters nicht stand und brechen, der Rollwiderstand ist zu hoch und man bringt nichts vorwärts. Oder die Rolle kann gar nicht erst montiert werden, weil ihr Befestigungsmechanismus nicht zum Gegenstand passt. Derartige Probleme sind besonders ärgerlich, denn sie bedeutet einen Mehraufwand an Kosten und Nerven.

FAQ zu Rädern und Rollen

Räder und Rollen gibt es in zahlreichen Ausführungen. Welches Material brauchen Sie? Welche Größe wäre passend? Gerade online kann es schwierig sein, das richtige Modell auszuwählen. Bevor Sie also Ihre Radausstattung in unserem Onlineshop kaufen, informieren Sie sich hier. Wir haben in diesem Leitfaden nützliche Informationen auf Basis all der Fragen rund um Räder und Rollen, mit denen sich unsere Kunden über die Jahre an uns gewandt haben, zusammengestellt.

Räder und Rollen ler

Grundwissen zu Rad und Rolle

Das ist ein Rad

Räder und Rollen ler

Der Aufbau eines Rades ist ganz simpel: Es besitzt einen Laufbelag/Bandage, eine Felge sowie eine Radlagerung.

Vom Rad zur Rolle

Räder und Rollen ler

Setzt man das Rad in ein Gehäuse, wird aus dem einfachen Rad eine Rolle. Je nach Gehäuseart nennt man sie Lenkrolle oder Bockrolle.

  • Die Lenkrolle ist über ein kugelgelagertes Schwenklager 360° drehbar. So lässt sie sich besonders gut um die Kurve lenken.
  • Die Bockrolle ist hingegen starr gelagert und lässt sich nicht drehen. Das macht sie ideal für den Geradeauslauf, aber weniger geeignet für Richtungswechsel.

Mechanischer Radaufbau im Detail

Räder und Rollen ler

Rad

D = Rad-Ø

d = Achs-Ø

n = Nabenlänge

B = Radbreite

b = Laufbreite

Räder und Rollen ler

Lenkrolle

1 = Anschraubplatte

2 = Lenkgabel

3 = Rad

4 = Achsmaterial

a = Ausladung

r = Schwenkradius

h = Bauhöhe

Räder und Rollen ler

Befestigungsplatte

p = Plattenmaß

l = Lochabstände

d = Loch-Ø

Nichts geht mehr: Feststellarten

So lassen sich Räder blockieren

Unsere Lenkrollen liefern wir mit Doppelstopp. Aber was heißt das genau und welche Feststellarten sind außerdem verfügbar?

Der Doppelstopp blockiert das Schwenklager und lässt so keine Radbewegung oder Drehbewegung des Gabelkopfes mehr zu. Der Gegenstand auf Rollen steht nun sicher und fest.

Die Alternativen zum Doppelstopp heißen Radfeststeller bzw. Richtungsfeststeller. Wie die Namen schon vermuten lassen, stoppt ersterer nur die Vorwärts- oder Rückwärtsbewegung der Rolle und letzterer nur die Drehbewegung des Schwenklagers. Einzeln verbaut bieten sie im Vergleich zum Doppelstopp weniger Sicherheit und Kontrolle.

Diese zwei Feststellarten sollten Sie kennen:

Räder und Rollen ler
Vorlauf-Feststeller
Vorlauf-Feststeller
  • Feststellhebel liegt in Fahrtrichtung unter dem Gerät.
  • Der Hebel steht nicht hervor und ist daher sicherer im Umgang.
  • Der Feststellhebel kann nur durch Seitwärtsbewegung des Gerätes betätigt werden.
Räder und Rollen ler
Nachlauf-Feststeller
Nachlauf-Feststeller
  • Feststellhebel ist entgegen der Fahrtrichtung montiert.
  • Dadurch ist er mit dem Fuß gut zugänglich.

Die Rollen befestigen

Schrauben oder stecken?

Es gibt sechs verschiedene Möglichkeiten unsere Rollen zu befestigen. Für das optimale Endergebnis ist die Befestigungsmethode besonders wichtig, darum sollten Sie sich kurz damit beschäftigen.

Räder und Rollen ler

Plattenbefestigung

Die Plattenbefestigung ist die gängigste Form der Radbefestigung. Dabei verwendet man Schrauben, um die Rolle über eine am Gehäuse befindliche Platte am Gegenstand zu fixieren. Damit alles sicher befestigt ist, müssen auch die Plattenmaße, der Schraubloch-Ø und die Schraublochabstände passen.

Räder und Rollen ler

Expander

Der Expander wird in eine am Gerät vorhandene Bohrung oder in ein vorhandenes Rohrende gesteckt. Dann platziert man eine Schraube im Rückenloch der Rolle und zieht sie fest. Dadurch spreizt sich der Expander auf und befestigt die Rolle.

Wichtig: Der Expander muss passend zum Innenrohr-Ø gewählt werden, damit das Rad festsitzt.

Räder und Rollen ler

Rückenlochbefestigung

Achtung: Die Rückenlochbefestigung ist nur bei Lenkrollen möglich.

Hier wird die Rolle über eine Schraube im Rückenloch fixiert. Achten Sie darauf, dass Platten-Ø und Rückenloch-Ø passend sind.

Räder und Rollen ler

Befestigung mittels Gewindestift

Achtung: Die Befestigung mittels Gewindestift ist nur bei Lenkrollen möglich.

Durch das Rückenloch des Rollengehäuses wird eine Schraube gesteckt. Übliche Gewindestiftabmessungen sind hier M8, M10 und M12. Auch hier gilt: Bitte beachten Sie den Gewindestift-Ø und die Gewindestiftlängen.

Räder und Rollen ler

Befestigung mittels Zapfen

Achtung: Die Befestigung mittels Zapfen ist nur bei Lenkrollen möglich.

Hier wird die Rolle mittels Zapfen befestigt. Die Querbohrung liegt dabei in der Aufnahme des Gerätes. Die Rolle wird befestigt, indem Stift oder Schraube durch die Querbohrungen von Aufnahme und Zapfen fixiert werden.

Räder und Rollen ler

Befestigung mittels Steckbolzen mit Klemmring

Diese Variante kennen Sie von Bürostühlen. Für die Montage brauchen Sie keinerlei Werkzeug. Sie sollten lediglich darauf achten, dass Durchmesser und Länge des Steckbolzens genau zur Aufnahme am Gegenstand passen. Orientieren Sie sich dafür einfach am Maß der Altrolle.

Wie sind Räder gelagert?

Radlagerungen im Überblick.

Bewegen Sie Behälter oder andere Gegenstände auf Rollen häufig oder selten? Soll die Bewegung schnell oder langsam erfolgen? Diese Fragen sollten Sie beantworten, bevor Sie eine Radlagerung für Ihre Rollen wählen. Lesen Sie, welches Radlager Sie in welchem Fall benötigen.

Gleitlager

Räder und Rollen ler
  • Einfache, weitgehend wartungsfreie Lagerung.
  • Robust bei Stößen.
  • Darf nass werden.
  • Für Geräte mit geringer Geschwindigkeit (max. 4 km/h) und kurze Entfernungen.

Rollenlager

Räder und Rollen ler
  • Stabile, weitgehend wartungsfreie Lagerung.
  • Stoßunempfindlich.
  • Geringe Reibung im Lager und im Vergleich zum Gleitlager optimiertes Rollverhalten.

Präzisionskugellager

Räder und Rollen ler
  • Für Geschwindigkeiten bis 4 km/h und größere Belastungen.
  • Geringer Rollwiderstand, daher angenehm im Handling.
  • Geringer Anfahrwiderstand, braucht wenig Kraft.
  • Für hohe Anforderungen, besonders genau gefertigt.

So wählen Sie die richtige Rollen-Lösungen für sich aus

Faktoren für die Auswahl.

Nun geht es an die Auswahl von Rad und Rolle. Damit Sie die richtige Entscheidung treffen, sollten Sie folgende Kriterien abwägen:

  • Benötigte Tragfähigkeit: Welches Gewicht soll das Rad aushalten?
  • Bodenbeschaffenheit: Eben oder holprig?
  • Einsatzintensität: Wie oft soll das Möbelstück bewegt werden?
  • Umgebungseinflüsse (Temperatur, auch Temperaturschwankungen, Chemikalien, Nässe, Hygieneanforderungen): Wo und wofür setzen Sie die Rolle ein?
  • Vorgegebene Maße: Wie sind Raddurchmesser, Bauhöhe und Nabenlänge/Einbaulänge bei Rädern bzw. Plattenmaße und Schraublochabstände bei Rollen beschaffen?

Komfort

Bei der Arbeit muss man es sich nicht zusätzlich schwer machen. Gönnen Sie sich daher etwas Komfort! Hochwertige Rollen mit voller Punktzahl bei folgenden Kriterien erleichtern die Handhabung der rollenden Gegenstände:

  • Laufruhe (gleichmäßiger Lauf)
  • Anfahr- und Rollwiderstand
  • Manövrierbarkeit (Benutzerfreundlichkeit)
  • Shorehärte

Das bedeuten die genannten Fachbegriffe:

Aus welchem Material bestehen Rollen und Räder?

Jetzt die richtigen Rollen und Räder finden – mit unserer Checkliste.

Sie wissen nun, dass das Material von Rädern und Rollen eine große Rolle für ihren Einsatz spielt. In der folgenden Tabelle haben wir zusammengefasst, welche bei uns erhältlichen Materialien die genannten Anforderungen wie gut erfüllen (von + bis +++++).

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