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Einkaufsratgeber Umwelt

Material und Eigenschaften von Müllsäcken

Die Abfallsäcke im Sortiment von gaerner zeichnen sich allesamt durch eine hochwertige Materialverarbeitung aus, eine Voraussetzung, die für jede funktionierende Müllentsorgung unabdingbar ist.

Material: Welche Arten gibt es?

Aufgrund seiner hohen Belastbarkeit bestehen die meisten Müllsäcke aus Kunststoff, genauer aus Polyethylen (PE). Dieses weist eine exzellente Folienqualität auf und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich:

HDPE oder PE-HD

Die Abkürzung HDPE steht für High Density Polyethylen. Das heißt, dass das Polyethylen eine sehr hohe Dichte aufweist. Es wird auch Niederdruck-Polyethylen genannt. Dieses Material ist extrem robust und bietet auch bei geringer Folienstärke hohe Belastbarkeit für schwere Abfälle.

LDPE oder PE-LD

LDPE steht für Low Density Polyethylen, also niedrige Dichte und wird auch als Hochdruck-Polyethylen bezeichnet. Dieses Material ist sehr dehnbar und reißt weniger schnell. Selbst wenn das Material beschädigt wird, breitet sich der Riss nur geringfügig aus. Es eignet sich daher optimal für spitze, scharfe oder unförmige Abfälle.

Recycling-Polyethylen

Bei Recycling-Polyethylen handelt es sich um wiederverwendetes PE. Dabei werden Kunststoffprodukte zerkleinert, gereinigt, getrocknet und zu Granulat verarbeitet. Aus dem Recycling-Granulat kann dann wiederum ein Produkt aus PE hergestellt werden. Genauso wie Abfallbeutel aus neuem PE weisen Recycling-Polyethylen-Säcke eine exzellente Folienstärke und Folienqualität auf.

Abfallsackgröße: Für welche sollten Sie sich entscheiden?

Beachten Sie mehrere Faktoren. Zum einen ist die Größe bzw. das Volumen des Abfalls einzubeziehen. Kann das Abfallmaterial länger gelagert werden, da es z. B. geruchsarm ist, bieten sich große Müllbeutel an. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie sich für kleinere Müllsäcke entscheiden.

Nicht zuletzt kommt es natürlich darauf an, ob die Müllsäcke in Kombination mit einem Abfallbehälter genutzt werden sollen. Wenn ja, achten Sie darauf, dass Sie die richtigen Dimensionen für Ihren Behälter wählen. Auf der jeweiligen Produktseite finden Sie Angaben zum Fassungsvermögen der Abfallsäcke sowie deren Höhe, Breite und Länge.

Die optimale Breite und Länge der notwendigen Müllsäcke lässt sich auch anhand von Umfang, Höhe und Breite des Abfallcontainers errechnen:

Breite des Abfallsacks = (Umfang der Behälter/2) + 10 %

Länge des Abfallsacks = Höhe des Behälters + (Breite des Bodens/2) + 10 %

Folienstärke: Welche ist die Richtige?

Je schwerer und sperriger der Abfall ist, desto dicker sollte auch das Material Ihres Müllbeutels sein. Höhere Materialstärke bedeutet jedoch nicht immer gleich bessere Reißfestigkeit. Wählen Sie daher das richtige Material für Ihren Einsatzzweck.

Welche Alternativen gibt es zu Plastik?

Müllbeutel aus PE, also Kunststoff zu verwenden, hat seine Vorteile: Sie sind extrem reißfest, wasser- und temperaturbeständig und zudem kostengünstig. Für die Umwelt hingegen sind Plastiksäcke bekanntlich nicht immer die beste Lösung.

Es existieren auch Alternativen zu PE-Müllsäcken, die aus biologisch abbaubaren Stoffen bestehen. Mit Papier-Abfallsäcken sind Sie dabei auf der sicheren Seite. Diese werden aus starkem Kraftpapier gefertigt. Obwohl sie verhältnismäßig reißfest sind, eignen sie sich nicht für die Entsorgung jeder Abfallart.

Zudem gibt es plastikähnliche Müllbeutel aus Maisstärke, die wasserbeständig und meist biologisch abbaubar sind. Diese Müllsäcke sollten jedoch nur für die Entsorgung von organischen Abfällen genutzt werden. Achtung auch bei der genauen Zusammensetzung solcher Abfallsäcke. Auch wenn diese als „biologisch abbaubar“ ausgezeichnet sind, heißt dies nicht automatisch, dass die Säcke 100 % aus kompostierbaren Stoffen bestehen. Oft werden synthetische Polymere beigefügt, welche zwar zersetzt und in kleinere Kunststoffpartikel aufgespalten werden, jedoch streng genommen nicht kompostierbar sind.

Wie werden PE-Müllsäcke hergestellt?

Herstellung von Polyethylen

Bevor ein Abfallsack aus Kunststoff entstehen kann, muss in einem ersten Schritt das Polyethylen gewonnen werden. Dafür wird Ethylengas aus Erdöl oder Erdgas hergestellt, welches dann unter Druck zu Polyethylen und in einem weiteren Schritt zu PE-Granulat verarbeitet wird. Ein Verfahren unter Hochdruck bringt LDPE hervor, ein Verfahren bei Niederdruck führt zu HDPE.

Fertigung der Folie

Die Folie, aus der später Müllbeutel entstehen, wird durch Blasfolienextrusion gefertigt. Dafür muss das PE-Granulat erhitzt werden, wodurch es sich in eine zähe Masse verwandelt. Diese wird durch eine Vorrichtung gedrückt, welche die Masse wie einen Ballon mit Luft aufbläst und eine dünne Folie bildet (siehe Bild).

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Bild: Blasfolienextrusion

Entstehung des Müllsacks

Die Folie muss nun lediglich so vernäht bzw. gepresst werden, dass man einen Sack erhält. Es gibt Flachbeutel und Seitenfaltensäcke (sieh Abbildungen). Je nach Variante des Abfallsacks wird zudem eine Perforation zum leichten Abreißen und ein Zugband am oberen Rand eingefügt.

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Abb.: Flachbeutel

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Abb.: Seitenfaltensäcke

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